Wenn das Reisen warten muss

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Aktuell bin ich in einer Situation, wo ich mich erstmal gedulden muss.

Ein paar Monate

oder eventuell sogar ein Jahr

müssen die Füße stillgehalten werden.

Das ist als würde man mir sagen ich dürfte stundenlang nicht atmen.

 

 

Na gut, das betrifft nur längere Fernreisen die über eine Woche hinausgehen. Ich habe gerade ein Studium angefangen und bin wirklich vollkommen ausgelastet – muss mich erst einmal zurechtfinden. Für mich persönlich herausfinden was wichtig ist – und was nicht. Filtern und selektieren. Wie so oft im Leben!

Einerseits ärgert mich das total aber auf der anderen Seite muss ich jetzt auch irgendwie meine Prioritäten setzen. Ich denke an mein Zukunfts-Ich und glaube, dass ich das Reisen JETZT zwar erfüllend und als „Traumleben“ bezeichnen würde – aber es bleibt etwas auf der Strecke. Ich würde Reisen nie bereuen – aber den Fakt, dass ich eine Chance zur Weiterentwicklung auf einer völlig anderen Ebene nicht genutzt hätte… Das möchte ich nicht wagen. Natürlich bin ich nicht so euphorisch oder würde es als erfüllend bezeichnen jeden Tag in die gleiche Universität zu fahren, Vorlesungen zu besuchen und Hausarbeiten zu schreiben – quasi fest verwurzelt zu sein in Deutschland. Nicht mal eben die Möglichkeit zu haben die sieben Sachen zu packen und in den nächsten Flieger zu steigen. Das macht mir Angst. „Fest“ an einen Ort gebunden zu sein – für mindestens drei Jahre. Natürlich steht mir auch die Option zu ein Auslandssemester zu machen oder ein Praktikum im Ausland zu absolvieren. Auch Urlaubssemester können beantragt werden und wer weiß – vielleicht mache ich das auch! Ich würde es liebend gerne tun, nur kann ich den ganzen Aufwand und alles was mir noch so bevorsteht momentan sehr schlecht einschätzen. Ich habe ja gerade erst angefangen, wer will denn da schon an Urlaubssemester denken…

Deshalb habe ich überlegt was helfen könnte in dieser scheinbar „aussichtslosen Situation“ – hier habe ich bewusst den Hang zur Übertreibung  gewählt!!

International Students

Wer kennt sie nicht? Sie kommen aus allen möglichen Ländern dieser Welt und bereichern die Uni für 1-2 Semester. Die meisten sprechen nur Englisch oder wenig Deutsch. Ich finde es irgendwie erfrischend mal wieder eine englischsprachige Unterhaltung mit einem meist sehr weltoffenen Menschen zu führen.

Neue Leute kennen lernen

Und das passiert beim Unistart nicht zu knapp. Es gibt unzählige Veranstaltungen zu Beginn des Wintersemesters und an meiner Universität haben beispielsweise 1500 Studenten zum 1. Oktober angefangen. Erstsemester-Tage, Einführungswoche, Seminare, Vorlesungen… selbst auf der Toilette lernt man neue Menschen kennen, weil JEDER neu ist und somit auch jeder gerne neue Leute kennen lernen möchte. Man merkt, dass in dieser Situation einige viel aufgeschlossener als sonst auf andere zugehen.

Couchsurfing

Gut, die meisten bewohnen während des Studiums selbst nur ein WG-Zimmer und können nicht wirklich jemanden bei sich aufnehmen, so ist es auch bei mir. Wenn man allerdings die Möglichkeit hat und Couchsurfing gerne nutzt, kann das auch dazu dienen wirklich nette Menschen von überall kennen zu lernen. Achja, man kann sich bei Couchsurfing auch mit Durchreisenden in der eigenen Stadt treffen und ihnen diese zeigen oder einfach nur zum Kaffee treffen.

Nebenjob – Geld für die nächste Reise sparen

Erstens macht es Sinn neben dem Studium ein bisschen zu arbeiten um sich einfach einen kleinen Puffer aufzubauen und zweitens kann das Geld genau so gut in die nächste Reise mit einfließen. Dann macht das Arbeiten doch gleich doppelt so viel Spaß.

Plan a trip – Urlaub in den Semesterferien

Das ist auch mein Plan – in den ersten Semesterferien endlich mal wieder Richtung Süden reisen. Hier muss man erst einmal schauen wie die Klausuren und Hausarbeiten fallen. Am Besten legt man sich die Termine so früh wie möglich damit man im Anschluss noch etwas von den Semesterferien übrig hat. Wenn dann aber alles erledigt ist kann es ganz entspannt losgehen.

 

Was machst du wenn dir eine längere Reisepause bevorsteht? Hast du noch mehr Tipps und Ideen?

6 Antworten

  1. Oh ha, ein neues Studium.
    Ich würde sagen, immer mal wieder ein Urlaubssemester und die Semesterferien auch nutzen ist die Beste Variante, oder die nur als Fake-Student einzuschreiben so wie ich… 😀
    Viel Erfolg
    Marcus

  2. Ein schöner Bericht! Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen: Die Zeit im Studium ist die Zeit überhaupt, in der du Reisen kannst. Natürlich bist du während des Semesters fest gebunden, aber: Die Semesterferien sind lang und je nachdem, was du studierst, nicht immer komplett voll. Da findet sich viel Zeit, um die ein oder andere (auch längere) Alltagsflucht zu planen. Natürlich nicht über ein halbes Jahr oder länger, aber wenn man vorarbeitet, ist es durchaus möglich gerade die lange vorlesungsfreie Zeit im Sommersemester optimal zu nutzen. 🙂

    Herzlich,
    Anna

    • Hallo liebe Anna,
      das freut mich natürlich zu hören auch wenn ich es noch nicht so ganz glauben kann! Momentan hab ich eine 60 Stunden Woche inkl. Nachbereiten usw und kann kaum am Wochenende was machen – die Klausuren kommen. Blöderweise werden die dann in den Semesterferien geschrieben… Ich hoffe mal auf die Semesterferien nach dem Sommersemester 🙂 Hast du das schon mal gemacht?

      LG Sabrina

  3. Als ich mein Studium angefangen habe, hatte ich bestimmt für ein Jahr überhaupt keinen Drang, zu verreisen. Es kam einfach so viel Neues auf mich zu, es gab so viele neue Leute und all das war so spannend 🙂 Und als Studentin im siebten Semester kann ich dir heute sagen, dass man mit einem Studium eigentlich alles andere als gebunden ist… Bei uns zumindest gibt es keine Anwesenheitspflicht und es ist auch kein Problem, mal im Semester 1-2 Wochen zu verreisen.

    • bagfullofsun

      Spannend ist es schon aber nicht vergleichbar 😀
      Mal schauen ob ich das noch einbauen kann! Das kleinere Reisen machbar sind, ist schon mal gut. Ich würde aber so gerne wieder ein paar Monate am Stück weg 🙂

  4. Reisen, in den Semesterferien… ja, das ist eine Möglichkeit. Ein oder zwei Auslandssemester, ein Praktikum im Ausland eine weitere.
    Und wenn das alles nicht klappt? dann kannst Du immer noch Reisebücher lesen, die Musik vom letzten Roadtrip auflegen, exotisch kochen oder gar einmal essen gehen… in den Fotos stöbern, ein Fotobuch gestalten, im eigenen Reisetagebuch schmökern…
    Eine gute Zeit bis zum nächsten Trip wünsche ich Dir!
    #schreibmalwieder!

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