Melbourne, meine Perle!

Du bist so überwältigend und dein Flair zog mich von der ersten Minute in den Bann. Ich weiß noch wie ich aus dem Auto gestiegen bin, etwas gerädert von den letzten fünf Nächten wo es jede Nacht auf’s Neue hieß: „Zelt aufbauen, Zelt abbauen“ und war einfach nur froh wieder in der ZIVILISATION zu sein. Und dazu noch in einer so schönen.

Die ersten Tage erkundete ich die Stadt und entdeckte noch in den ersten Stunden diese süßen Gassen, mit den Cafés, dem Graffiti und den Straßenmusikern. Da wusste ich, dass ich mir hier einen Job suchen muss. In Melbourne wollte ich wirklich länger bleiben und etwas herunter kommen, mal nicht jede Nacht umziehen müssen und mich etwas einleben. Die Straßen beim Namen kennen, so ungefähr.

Erst wohnte ich in Hostels, für mehrere Wochen. Dann zog ich in ein Apartment, eine WG. Fand endlich einen Job und lebte so mein Leben. Obwohl ich mehrere Monate in Melbourne verbracht habe, gibt es noch einige Dinge die ich nicht mit eigenen Augen sehen konnte.

Aber die Erfahrungen die ich dort gemacht habe, haben mich ohne Zweifel überzeugt.

Melbourne, das ist meine Liebeserklärung an dich.

Natürlich möchte ich euch die Vorzüge nicht vorenthalten.

This is what I love you for:

  • Charme und Flair – das aller, aller, aller Beste an dieser Stadt. Man wird davon umgeben wie von einer Wolke aus Parfüm
  • St. Kilda – das Beach-Viertel Melbourne’s zum relaxen und am Strand liegen… oder ins Meer springen

  • sogar kleine Pinguine kann man am St. Kilda Pier – ab 21.30 Uhr, mit etwas Glück – bewundern
  • K U N S T  wird hier ganz, ganz groß geschrieben – ob Streetart, Kunstgalerien oder Museen, Straßenkünstler, Graffiti… Inspirierend!

  • die Laneways, in denen das Graffiti celebriert wird. Richtige Kunstwerke kleben dort an den Wänden und alle paar Wochen/Monate werden diese sogar erneuert, also lohnt es sich dann nochmal vorbei zu schauen

  • die Cafe-Kultur ist sogar für mich, als „nur“ Latte-Macchiato und Chai-Latte-Trinker umwerfend. Die Vielfalt, der Style, die Qualität…
  • ähnliches gilt für die Bar-Szene – ganz besonders Chapel St. ist einen oder gleich mehrere Besuche wert
  • die Innenstadt ist (bis auf einige spezielle Bars) nicht der angesagteste Teil der Stadt zum weggehen, das gefällt mir irgendwie

  • Op Shops (Opportunity Shops a la Second Hand Shops) gibt es hier wie Sand am Meer und die Qualität der Sachen ist meist auch super
  • die Größe der Stadt ist angenehm, man fühlt sich weder verloren, noch als hätte man schon alles gesehen

  • die musikalische Darbietung der Straßenkünstler ist schlichtweg bühnenreif! Selten so viele talentierte Straßenmusiker auf einem Haufen gesehen. Meine Lieblinge sind die Pierce Brothers, die mit ihrer Performance und Gesamteindruck jeden mitreißen
  • das jährliche St. Kilda Festival – so much fun – and FOR FREE

  • Flinders Station – wunderschöner Bahnhof
  • Sport ist hier ein großes Thema
  • es gibt eine free City-Circle Tram, hop on and off whenever you want

  • der Queen Victoria Market – für jeden etwas dabei
  • die State Library is verdammt schön und groß… einfach nur beeindruckend – aber generell sind hier viele Bibliotheken und auch (fast) alle kostenlos nutzbar
  • Mornington Peninsula ist nur einen Katzensprung entfernt – ein schöner Tagesausflug
  • Brighton Beach und die bunten Bathing Boxes

  • die Great Ocean Road ist auch nicht weit, dafür kann man aber ruhig 3 Tage einplanen 🙂
  • sogar ACDC waren von Melbourne und dessen Swanston Street in der Innenstadt (CBD) überzeugt und sind hier im Musikvideo „It’s a long way to the top“ zu sehen
  • die gemeinnützige Organisation „Lentils as Anything“ (ähnlich eines Restaurants) – hier darf für das Essen so viel gezahlt werden wie man möchte. Deren Konzept verlässt sich auf die Großzügigkeit der Kunden und wird von Freiwilligen unterstützt.
  • relaxter Dresscode ist hier Gang und Gäbe

 

Der einzige Contra:

  • das Wetter ist hier wahrscheinlich das schlechteste in ganz Australien (auf’s ganze Jahr gesehen, aber wir sind ja auch nicht viel besseres gewohnt) ein Regenschirm und eine Jacke gehören in die Tasche auch wenn gerade 25 Grad sind

Ich habe mein Herz an diese Stadt verloren und komme wieder – soviel steht fest!

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